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Geschrieben von: Katrin Marquardt
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Montag, 23. April 2012 um 19:37 Uhr |
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Aktuell haben wir einen Stand auf dem Kinderkult auf der Messe in Erfurt. Wir sind in Halle 3 Stand 170 und freuen uns, wenn Sie bei uns vorbeikommen. |
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 23. April 2012 um 19:45 Uhr |
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Schule macht krank – Hilfeschrei vieler Eltern
Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) weist auf die unbefriedigende Situation in Schulen hin, da Kinder und Lehrer mit ihren Problemen allein gelassen werden.
Bonn, 30. März 2012
40 % aller Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie entwickeln psychosomatische Störungen, weil sie den Anforderungen beim Erlernen der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen nicht gewachsen sind. Trotz regelmäßiger Teilnahme am Unterricht und häuslicher Förderung machen sie nur sehr langsam Lernfortschritte, wie der Fall Lena zeigt. Lena ist jetzt in der 3. Klasse und kann noch immer keine Texte sinnerfassend lesen, obwohl sie eine gute allgemeine Begabung hat. In jedem Schulfach werden die Textaufgaben zur großen Hürde. „Ich war eigentlich erleichtert, dass die Diagnose des Kinder- und Jugendpsychiaters eine Legasthenie ergeben hat, denn das ist ja nichts Schlimmes“, sagt Lenas Mutter.
Lenas Leistungen liegen mittlerweile in allen Fächern weit unter dem Durchschnitt. Auch mündlich beteiligt sie sich gar nicht mehr. Lena will jetzt nicht mehr in die Schule gehen, denn sie erfährt nur Niederlagen. Förderung hat sie auch keine erhalten, weil die Förderstunden wegen Lehrermangels nicht erteilt werden konnten. „So kann es doch nicht weiter gehen, wenn sie noch nicht einmal richtig lesen kann. Soll sie als Analphabetin die Schule verlassen?“, klagt Lenas Mutter.
Der Fall Lena ist kein Einzelfall. Beim BVL und den Landesverbänden gehen täglich Hilferufe von Eltern ein, deren Kind bereits psychisch auffällig ist, weil es in der Schule nicht die notwendige Unterstützung erfährt. Im Fall von Lena muss durch eine Testung der Entwicklungsstand erfasst und darauf aufbauend ein Förderplan erstellt werden. Dazu bedarf es einer entsprechenden Qualifizierung, wie sie z.B. im Weiterbildungsstandard zum „Dyslexietherapeuten nach BVL®“ festgelegt wurde. Die finanziellen Mittel an Schulen reichen meist nicht aus, um die Testungen durchzuführen und Einzelförderung zu erteilen. Ebenso stehen nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung, die ausreichend qualifiziert sind.
Man lässt nicht nur die Kinder mit ihrem Problem allein, sondern auch die Pädagogen, die mit oftmals über 30 Kindern in der Klasse im Höchstmaß gefordert sind. Schnelles Handeln ist angesagt, um Kinder und Lehrkräfte nicht unnötig krank zu machen. „Wir sehen die Lösung im Aufbau von Netzwerken zwischen Schule und qualifizierten Therapeuten. Der Förderunterricht sollte durch gut qualifizierte Therapeuten an der Schule durchgeführt werden. Fehlende finanzielle Mittel dürfen kein Hinderungsgrund sein, denn die volkswirtschaftlichen Folgekosten sind um ein Vielfaches höher“, sagt Annette Höinghaus, Geschäftsführerin des BVL.
BVL
Bundesverband Legasthenie |
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Geschrieben von: Katrin Marquardt
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Mittwoch, 15. Februar 2012 um 19:13 Uhr |
Treffen der Elterngruppe Legasthenie und Dyskalkulie Gera Der LVL Thüringen lädt Betroffene, Eltern betroffener Kinder und Interessierte die sich über das Thema Lernstörungen informieren und austauschen wollen, ganz herzlich am Freitag, dem 17. Februar 2012, um 18.00 Uhr in das Restaurant Klimperkasten nach Gera ein. Lernschwierigkeiten beim Rechnen, Lesen und/oder Schreiben sind ein ernst zu nehmendes Problem. Spätestens, wenn diese Schwierigkeiten durch häusliches Üben nicht nachhaltig behoben werden können, muss gehandelt werden. Damit frühzeitig eine notwendige Förderung oder Therapie aufgenommen werden kann, muss u.a. abgeklärt werden, ob eine vorübergehende Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwäche vorliegt oder ob es sich sogar um eine Lernstörung (Legasthenie oder Dyskalkulie) handelt. Der Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie (LVL) Thüringen will Eltern informieren und helfen.
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Montag, 23. Januar 2012 um 23:31 Uhr |
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in Bayern 2 ein sehr interessanter Radiobeitrag zur Legasthenie gesendet, der sich mit neuen Erkenntnissen aus der Legasthenieforschung beschäftigt und Herr Schulte-Körne und Herr Grimm sehr gut nachvollziehbar die Erkenntnisse darlegen. Den Link zum Podcast finden Sie hier http://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung184788.html
"Wenn das Hirn die Buchstaben verwechselt!"
Neues aus der Legasthenieforschung
Von Klaus-Dieter Schuster
Als Podcast verfügbar
Viele Schüler verwechseln Buchstaben und Silben, wenn sie in der Schule lesen oder schreiben sollen. Sie leiden an einer Lese- und Rechtschreibstörung, obwohl sie eine normale bis hohe Intelligenz haben. Weltweit sind etwa vier bis acht Prozent der Bevölkerung davon betroffen.
Dass im Gehirn von Legasthenikern etwas anders läuft, hat die Hirnforschung in den letzten Jahren mit bildgebenden Verfahren belegt - für die Erklärung der Ursachen reicht das aber noch nicht aus. Doch die Wissenschaft macht Fortschritte: Im Herbst 2009 haben Forscher erstmals ein Gen gefunden, das die Regulation eines Glukosetransporters im Gehirn steuert und die Sprachverarbeitung bei Kindern mit Legasthenie beeinflusst. Ein Durchbruch, denn die Forscher wissen nun, dass es einen direkten funktionalen Zusammenhang zwischen Genveränderung und beeinträchtigten Hirnfunktionen gibt. Die Forscher untersuchen auch, ob sie Kinder mit Legasthenie anhand biologischer Marker bereits früher erkennen können. Dazu analysieren sie vorwiegend Familien, in denen es bereits Legastheniker gibt.
Aus all diesen Erkenntnissen erhofft sich die Wissenschaft neue Ansätze für die Legasthenie-Prävention. Denn je früher die Lese- und Rechtschreibschwäche bei Kindern diagnostiziert werden kann, desto eher kann die Therapie beginnen. Weitere Forschungen sollen dann zeigen, ob eine frühere Förderung der Sprachwahrnehmung das Legasthenierisiko minimieren kann. Das wäre ein echter Erfolg: denn mit den bisherigen Therapieformen sind die Forscher noch nicht zufrieden.
Jeden Tag entdecken Forscher etwas Neues - irgendwo auf der Welt. Behalten Sie mit uns den Überblick: Wir erklären Ihnen, was davon wirklich wichtig ist - in den Naturwissenschaften und der Medizin, in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 23. Januar 2012 um 23:37 Uhr |
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LVL beim Kinder-Kult 2012 |
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Der Landesverband präsentiert sich vom 22. bis 25. April 2012 auf dem größten Freizeit- und Medienevent für Kinder, Teens, Familien und Schulklassen in Thüringen - dem "Kinder-Kult" auf der Erfurter Messe. Mehr Informationen über die Veranstaltung: http://kinder-kult.eu/kk/ Wir freuen uns über Ihren Besuch an unserem Stand.
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